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Liebe lässt los – Bedürfnis hält fest


Auf dem spirituellen Weg geht es darum, immer wieder loszulassen. Loszulassen von alten Vorstellungen, Glaubenssätzen, Verhaltensmustern, vielleicht auch von ausgedienten, nicht mehr auf Liebe beruhenden Beziehungen.


Ja, wir kennen ihn alle, diesen Spruch: „Du musst nur loslassen.“


Warum ist es denn so schwierig loszulassen?


Weil die Persönlichkeit, vielleicht das Ego an etwas festhält, an etwas, wovon man glaubt, dass man es (noch) braucht.


Bedürfnisse sind ja nichts Schlimmes, sie gehören zum Menschsein. Wenn man aber spirituell wachsen und damit mehr Freiheit und Unabhängigkeit in seinem Leben möchte, dann ist es erforderlich, dass wir immer wieder mal von einem abhängig machenden Bedürfnis loslassen.


„Liebe lässt los – Bedürfnis hält fest“. So einfach ist die Formel und doch so schwierig umzusetzen.


Warum?


Weil mit dem Loslassen meist eine Angst verbunden ist. Etwas, das kommen könnte oder etwas das nicht mehr da sein wird. Es ist eine Angst etwas zu verlieren. Verlustangst ist unter den Menschen eine weit verbreitete Angst. Auf jeden Fall wird im Internet, wenn es um Ängste geht, genau dieser Begriff Verlustangst am meisten aufgerufen.


Wenn wir loslassen, verlieren wir etwas, aber meist ist es nur eine Illusion oder etwas, das uns sowieso nicht mehr guttut und dadurch gewinnen wir etwas Neues. Es braucht Mut loszulassen. Es braucht Mut, das Risiko einzugehen, vielleicht in ein emotionales Loch zu fallen oder andere Nachteile zu erfahren. Mit dem Schritt des Loslassens opfern wir etwas.


Ist es das Opfer wert?


Kurzfristig vielleicht nicht, weil man kurzfristig darunter leiden kann oder vielleicht sogar orientierungslos wird oder ein Stück weit den Lebenssinn verliert. Langfristig aber schon, denn wenn wir aus Liebe loslassen, wird die Liebe stärker werden und je mehr wir das tun, desto mehr werden wir merken, dass es gar nicht so schlimm ist loszulassen.


Wenn Du meine anderen Blogartikel über den spirituellen Weg gelesen hast, dann weisst Du, dass es auf dem spirituellen Weg in einem "ersten" Schritt um Seelenverschmelzung geht, d.h. dass die Persönlichkeit mit der Seele verschmilzt. Das bedeutet nicht, dass die persönlichen Eigenschaften sich auflösen, es bedeutet nur, dass ab diesem Zeitpunkt die Seele das Kommando im Leben übernimmt. Bis wir aber so weit sind – ich meine für diese Seelenverschmelzung – dürfen wir immer wieder Persönliches loslassen. Die Persönlichkeit und all das erworbene Wissen und die Weisheit stellen sich in den Dienst der Seele. Die Erfahrung, die damit verbunden ist, ist Freude und allenfalls Glückseligkeit.


Das Gefühl des Glücklichseins beruht auf dem Persönlichen. Freude ist eine Qualität der Seele und Glückseligkeit entstammt der Monadenebene.


Frag Dich in Deinem Leben: „Was ist Zeit loszulassen? Wovor habe ich am meisten Angst?“


Immer wenn Du Ängste loslassen kannst, wirst Du wachsen und mehr Liebe in Dir entfalten. Das Ego mag diese Liebe und diese Freiheit nicht, deshalb hält es fest.


Willst auch Du daran festhalten?




   

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